Kolumne: Darf es ein bisschen Liebe sein?

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Menschen pflegen sich seit jeher Statussymbole. Je nach Interessengruppe und Generation fallen diese anders aus. Wenn man seine Mitmenschen beobachtet, kommt man schnell zur Erkenntnis: Das persönliche Glück wird nicht nur von einer festen Partnerschaft abhängig gemacht. Ein Partner fungiert ebenso als Statussymbol und als Glücksbringer.

Ich selbst schließe mich von dieser Eigenart nicht aus. Gerade bei jungen Erwachsenen und denen, die sich auf der Zielgerade zur Volljährigkeit befinden, ist ein solcher Trend zu beobachten. Dabei spielt die Voraussetzung einer Verliebtheit keine entscheidende Rolle. Wer einen Partner hat, der gehört zum „coolen“ Club der Liebeselite.

Wie sehr aber sollten wir unser persönliches Glück abhängig machen von einem Menschen, der in den meisten Fällen nur ein Wegbegleiter auf Zeit ist? Universal kann die Frage nicht beantwortet werden. Die Vorzüge des Singledaseins möchte in diesem Artikel nicht beleuchten, da sie bei jedem Menschen unterschiedlich ausfallen und bewertet werden.

Allerdings sollte gesagt werden, dass bei der Partnerwahl und -suche keine Eile herrschen sollte. Selbst wenn die biologische Uhr nach einer schnellen Entscheidung verlangt, gebietet dem komplexen Thema ein gewisses Maß an Ruhe und Sorgfalt. Wenn wir tief in uns gehen, stellen wir fest: Unser Leben ist genauso qualitativ auch ohne feste Partnerschaft. Die Pärchenabende unserer Freunde überstehen wir auch ohne fleischgewordenes Kuscheltier und die lauen Sommerabende lassen sich mit einem Gläschen Wein ebenso alleine oder mit Freunden gemütlich gestalten. Wir müssen uns frei machen von dem Gedanken, dass ein Partner das fehlende Puzzleteil ist und einem einzigen Menschen die Bedeutsamkeit des Heiligen Grals zukommen lassen. Haben wir das geschafft, lassen sich Datingphasen und die eventuell daraus resultierende Kennenlernvertiefungszeit entspannter gestalten.

Ich drücke uns die Daumen für dieses Projekt.

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