Spielautomaten sind eine wichtige Einnahmequelle für Casinos

Spielautomaten sind eine wichtige Einnahmequelle für Casinos

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Slots, auch Spielautomaten genannt, wirken wie eine harmlose Vergnügung, doch die modernen Hightech Geräte machen aufgrund ihrer angeblich hohen Gewinnchancen, den einfachen Spielregeln und den niedrigen Einsätzen dreimal schneller süchtig, als andere Casinospiele. Wie die Casinoindustrie mit den Spielautomaten die Aufmerksamkeit der Spieler so sehr erregt, lesen Sie hier.

Das erste, was man bemerkt, wenn man in eine Spielbank geht, ist der Klang der Slotmaschinen. Die Töne von mehreren Hundert Spielautomaten ergeben eine wohlklingende aber doch seltsame und laute Melodie, die immer wieder von dem Geräusch fallender Münzen und summenden Tönen unterbrochen wird. Die Halle wirkt pulsierend, lebendig, gigantisch, atemberaubend und anregend, so als ob Brien Eno Musik diesen Sound speziell für die Kasinos komponiert hätte.

Und das ist gar nicht so weit gedacht. Natasha Dow Schüll ist Antropologin am technischen Institut von Massachusetts. Sie schrieb ein Buch über Sucht durch Designmethoden und spezialisierte sich vor allem auf die Spielautomaten in Las Vegas.

Bei ihrer Recherche fand sie heraus, dass der Audiodirektor von Silicon Gaming in den neunziger Jahren festlegte, dass alle Slotmaschinen rund 400 verschiedene Töne von sich geben sollten, die wiederum zusammen den universellen Ton „C“ wiedergeben. Um dieses Tonsystem mit Wiedererkennungswert umzusetzen, bearbeite der Audiodirektor existierende Casinomelodien der Spielautomaten, puschte sie etwas auf und vermischte sie zu einer neuen und besseren Klangsymphonie. Diese Klänge erzeugen beim Spieler ein Gefühl, das Schüll als „schwebendes Gefühl, wie ein Mantra und als fließende Casinoerfahrung“ beschreibt.

Von der Konstruktion der Spielautomaten, über die Hardware und die Benutzerfreundlichkeit des Spiels, bis hin zu den bunten Farben und den vielen Knöpfen sowie dem mathematischen Zufallsgenerator im Inneren des Slots – alles dient dazu, um Spieler in Spiellaune zu versetzen und auch in dieser Laune zu halten.

Schüll, eigentlich New Yorkerin, kam durch einen blöden Zufall nach Las Vegas. Ihre Flugroute wurde geändert und sie musste einen Zwischenstopp in der Glücksstadt einlegen. Danach lebte sie mehrere Jahre in Las Vegas, um an ihrem Buch zu arbeiten.

Sie besuchte die Büros der Casinochefs, die Räume der anonymen Spielsüchtigen, (davon hat Las Vegas mehr als jede andere Stadt in den USA, einige von ihnen tragen sogar Casinouniformen, sind also Angestellte) und die Spielindustriemessen, wo Teilnehmer eines Seminars Sätze sagen, wie „Das Glücksspiel ist ein irrationales und impulsives Verhalten.“ Schüll erzählt in ihrem Buch, dass ihre Jugend und ihr Aussehen ihr halfen, Zutritt zu den Etagen der Casinobosse zu erhalten. Einer Welt, die bisher nicht von Presse- und Öffentlichkeitsteams verseucht ist. Viele Bosse sind junge Hochschulabsolventen, die sich freuten, ihr bei der Dissertation und dem Buch helfen zu können.

Schüll erlebte viele spannende Dinge in Las Vegas und lernte interessante Orte, abseits der Touristenmeilen kennen. Besonders die lokalen Spielhallen in denen vorwiegend Einheimische spielen und die nichts von dem Glamour auf dem Strip ausstrahlen, waren ihr Zuhause. In muffigen Hallen dominieren dort Videopoker und Spielautomaten. Schüll musste keine wissenschaftliche Studie führen, um zu sehen, dass die Spielsucht der Anwohner groß war. In ihrem Buch erzählt sie, dass sie eine Zeit lang bei ihrem Freund wohnte, dessen Großmutter jede Nacht in das gegenüberliegende Casino ging, um dort zu spielen. Schüll wollte wissen, woran es lag, dass so viele Einwohner von Las Vegas von den Casinos magisch angezogen wurden.

Sie fand heraus, dass neben dem Sound vor allem das Design der Spielautomaten, die Spieler fasziniert. Eine häufige Besucherin eines Casinos sagte einmal zu ihr, dass sie nicht hier sei, um zu gewinnen, sondern um weiterzuspielen. Um in dieser Spielautomatenzone bleiben zu können, wo nichts anderes mehr eine Rolle spielt.

Die Magie beginnt bereits am Eingang. Wer in Las Vegas vor einem Casino vorfährt, wird von der pompösen Bauart sofort in seinen Bann gezogen. Auch innen sind die Wände teuer geschmückt, der ganze Casinokomplex strahlt Luxus und Reichtum aus. Es ist leicht, sich in den vielen Gängen, Hallen und Räumen der riesigen Paläste zu verlaufen. Und von überall aus ist das laute Klingeln der Slotmaschinen zu hören. Tageslicht dringt kaum in das Innere des Gebäudes ein. Besucher haben das Gefühl, sich in einer anderen Zeit, einer anderen Dimension, an einem imaginären Ort zu befinden, wo alles möglich ist.

Die Spielautomaten und Videopoker-Maschinen haben längst nicht mehr nur eine einfache Gewinnchance. Bei Video Poker ist es heutzutage möglich, bis zu 100 Hände gleichzeitig zu spielen. Alles, was der Spieler selbst tun muss, ist eine Münze einzuwerfen und auf den Startknopf zu drücken. Innerhalb von 10 Sekunden wird das Ergebnis angezeigt und meistens ist es beim ersten Mal auch tatsächlich ein Gewinn.

Damit glauben die Spieler, dass der große Jackpot irgendwo in dieser Maschine steckt. Das tut er auch, aber allerdings nur für ein paar wenige Glückliche. Den meisten Spielern reicht das aber schon aus, um wiederzukommen. Sie probieren dann ein ums andere Mal ihr Glück. Das ist der Grund, warum Spielautomaten mehr Gewinn einfahren, als alle anderen Spiele im Casino zusammengenommen. Rund 85 Prozent des jährlichen Umsatzes stammen von den Spielautomaten. Sie sind rund um den Globus die wichtigste Einnahmequelle der Casinobetreiber. Hinzu kommt, dass die Themenbereiche vielfältig sind und offline wie online für jeden Geschmack etwas dabei ist. Bei Onlinespielautomat.at erfahren Spieler, welche Slots derzeit beliebt sind und welche Gewinnchancen diese Automaten tatsächlich haben.

In Deutschland gibt es Einschränkungen bei Spielautomaten

Da die deutsche Regierung sich über die Gefahren der Spielsucht mit Spielautomaten bewusst ist, hat sie Nutzung der Geräte eingeschränkt. Die Zahl der Automaten in Deutschland wird im kommenden Jahr um knapp ein Drittel zurückgehen, wenn das Gesetz umgesetzt wird. Die Änderung des Glücksspielstaatsvertrages sieht vor, dass Spielhallenbetreiber künftig nur noch über eine Konzession von zwölf Geräten verfügen dürfen. Wo es keine Einschränkungen der Spielautomaten gibt, ist in den Online Casinos. Es gibt derzeit knapp 20 legale Online Casinos in Deutschland.

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