ARD-Reportage: Amazon nimmt Stellung zu Vorwürfen

ARD-Reportage: Amazon nimmt Stellung zu Vorwürfen

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Amazon-Werk in Bad Hersfeld (Bild: BlueIceProduktion

Die ARD-Reportage über Amazon brachte erschreckende Details ans Licht, nicht nur die unfaire Behandlung von Arbeitern war erschreckend, sondern auch das Security-Team, dieses soll nämlich zur Rechten-Szene gehören. Diese Reportage hat auch einen Shitstorm losgetreten, auf Facebook wurde eine Seite kurz nach Ausstrahlung der Reportage gegründet, diese nennt sich „amazon? Nein Danke“ udn zählt mittlerweile über 500 Likes. Auch auf Twitter war die ARD-Reportage zu Amazon ein heißes Thema, die Hashtags zu ARD hielten sich lange in den Top-Ten der Tweets.

Unter den Link „Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon“ könnt ihr euch die halbstündige Reportage ansehen.

Die Stellungnahme von Amazon im Wortlaut:

„Über 7.700 festangestellte Mitarbeiter arbeiten in den deutschen Amazon-Logistikzentren, in der Weihnachtssaison stellen wir zusätzliche Amazon-Mitarbeiter saisonal befristet ein. Diese Mitarbeiter unterstützen uns, um die erhöhte Anzahl an Kundenbestellungen in Spitzenzeiten zu bewältigen. Gleichzeitig haben wir dadurch die Möglichkeit, potenzielle neue langfristige Mitarbeiter kennenzulernen und gemäß unserem zukünftigen Wachstum einzustellen. In absoluten Spitzenzeiten arbeiten wir darüber hinaus mit Zeitarbeitsfirmen zusammen.

Alle Mitarbeiter, die länger als ein Jahr in den Amazon-Logistikzentren in Deutschland arbeiten, verdienen über 10 Euro brutto pro Stunde; im ersten Jahr über 9,30 Euro brutto. Die in dem Beitrag erwähnten Mitarbeiter aus Spanien, die über eine Zeitarbeitsfirma im Logistikzentrum Bad Hersfeld beschäftigt wurden, verdienten bei einer 37,5 Stunden-Woche 1.400 Euro brutto im Monat, in der Nachtschicht bei 32,5 Wochenstunden 1.500 Euro im Monat. Diese Beträge wurden per Vertrag auch dann bezahlt, wenn nicht die volle vertragliche Stundenzahl angefordert wurde.

Wir nehmen die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Mitarbeiter sehr ernst und überprüfen externe Dienstleister, die die Unterbringung von Saisonkräften aus anderen Regionen verantworten, regelmäßig. Wichtig ist uns hier auch die Rückmeldung unserer Mitarbeiter: Wann immer Mitarbeiter uns über Verbesserungsmöglichkeiten im Rahmen der Arbeitsbedingungen oder der Unterbringung informieren, prüfen wir dies umgehend.

Amazon duldet keinerlei Diskriminierung oder Einschüchterung. Auch wenn das Sicherheitsunternehmen nicht von Amazon beauftragt wurde, prüfen wir derzeit selbstverständlich den von den Redakteuren gemachten Vorwurf bezüglich des Verhaltens des Sicherheitspersonals und werden umgehend geeignete Maßnahmen einleiten.

Unser Ziel ist es, Bestellungen unserer Kunden jederzeit schnell und zuverlässig auszuliefern. Wir wissen: Das geht nur mit zufriedenen Mitarbeitern – unabhängig davon, ob sie langfristig beschäftigt, saisonal angestellt oder uns über eine Zeitarbeitsfirma unterstützen. Sie können sicher sein, dass wir jedem Vorfall in unseren Logistikzentren und im Umfeld, der uns von Mitarbeitern zur Kenntnis gebracht wird, nachgehen und bei Bedarf umgehend Verbesserungen einleiten.“

3 KOMMENTARE

  1. […] sie veröffentlichten kurz nach der Ausstrahlung der Reportage eine Stellungnahme, die ihr hier lesen könnt. Auch hat Amazon die besagte Sicherheitsfirma […]

  2. […] Amazon feuert Sicherheitsdienst | NewsCouch.de bei ARD-Reportage: Amazon nimmt Stellung zu Vorwürfen […]

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