Neue Spiele-Innovationen: 3 spannende Highlights von der diesjährigen E3

Neue Spiele-Innovationen: 3 spannende Highlights von der diesjährigen E3

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Die Electronic Entertainment Expo in Los Angeles (kurz: E3) hat in diesem Jahr wieder einige spannende Neuheiten für den Unterhaltungssektor vorgestellt. Neben vielen aktuellen Games für PC, Xbox und Playstation in der aktuellsten Generation durften die 52.000 Besucher auch starke technologische Innovationen bewundern, die in Zukunft das Spielerherz erfreuen und Videospiele noch unterhaltsamer gestalten werden. Insbesondere Microsoft punktet in diesem Jahr mit spannenden Produktpräsentationen, vor allem im immer interessanter werdenden Markt der virtuellen Realität. Worauf dürfen sich passionierte Gamer also bald freuen?

Luxuscontroller: XBox One Elite Wireless Controller von Microsoft

149 Euro soll er kosten, der Elite Wireless Controller von Microsoft für die Xbox One. Für diesen stolzen Preis hat das neue Steuergerät einiges zu bieten, was es zuvor in dieser Kombination noch nicht auf dem Markt gab. Der Controller liegt spürbar schwerer in der Hand als die alten Standardgeräte, denn Microsoft möchte bei diesem Produkt endlich der schnellen Abnutzung entgegenwirken: Viele funktionale Elemente bestehen aus reinem Stahl und sollen damit auch nach ausgiebiger Nutzung noch tadellos funktionieren. Die vorher allzu sensiblen Analog-Sticks werden damit hoffentlich viele lange, durchzockte Nächte und aufregende Partien überstehen.

Xbox Controller
Xbox Controller

Der neue Controller bietet außerdem mehr Einstellmöglichkeiten für seinen Benutzer, sodass sich das Gerät ganz an das persönliche Spielverhalten optimieren lässt. Das Anpassen erfolgt über eine spezielle App, mit deren Hilfe der Spieler die Empfindlichkeiten feinjustieren kann. Zwei verschiedene individuelle Einstellungen können gespeichert werden, damit der Anwender entsprechend der Spielsituation schnell hin und her wechseln kann.

Der Elite Wireless Controller wartet außerdem mit zwei zusätzlichen «Paddles» an der Unterseite auf, die den individuellen Spielstil unterstützen sollen. Austauschbare D-Pads und Analog-Sticks sorgen zusätzlich dafür, dass das Gerät noch genauer den eigenen Vorstellungen optimiert werden kann. Und das Beste zum Schluss: Es gibt bereits einen festen Verkaufsstart für den Xbox One Controller – im Oktober 2015 soll dieser bereits auf dem Markt erhältlich sein!

Beeindruckende Virtual Reality Demo: Microsoft HoloLens Demo

Die HoloLens von Microsoft steckt noch in der Demo-Phase, ist aber bereits so weit ausgereift, um auf der E3 erneut präsentiert zu werden. Die Augmented-Reality-Brille macht interaktive 3D-Projektionen für den User als Hologramme sichtbar und zaubert so eine erstaunlich lebensechte dreidimensionale Spielewelt in hochauflösender Optik, die mit der realen Welt interagieren kann. Das Gerät benötigt keinen zusätzlichen Computer und auch keinen Anschluss an das Smartphone, es lässt sich per Bewegung und Sprache steuern. Das Serienprodukt soll außerdem kabellos funktionieren.

Das überaus populäre Minecraft diente auf der Spielemesse E3 als eindrucksvolles Demo-Game für die HoloLens. Das erfolgreiche Spiel wurde von Microsoft für satte 2,5 Milliarden Dollar erst im letzten Jahr aufgekauft. Die Würfelwelt kann also in Zukunft wahrscheinlich auch als dreidimensionale Variante erkundet werden – eine gute Idee, denn gerade Minecraft beeindruckt durch eine breite Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten und Tausende zu erforschende Welten. Der Fokus von Microsoft und insbesondere den Entwicklern wird in Bezug auf die HoloLens vor allem wohl auf neue gestalterische Möglichkeiten gelegt werden. So kann beispielsweise ein einfacher Küchentisch als Gestaltungsoberfläche genutzt werden.

Auch für andere Spiele und Einsatzmöglichkeiten wird die HoloLens ein komplett neues Feeling offerieren und einen Vorgeschmack darauf bieten, wie die Zukunft im Entertainment-Sektor ausschauen wird. Man stelle sich beispielsweise vor, wie Klassiker ala Sonic oder selbst Pacman mit der HoloLens aussehen könnten. Vielleicht werden wir auch demnächst auf Reisen gehen, ohne unser Haus zu verlassen. Wir werden den Grand Canyon durchwandern, mit dem Boot über den Amazonas gleiten oder einen Sonnenaufgang in der Sahara erleben – und das alles kurz vor dem Abendessen am heimischen Esstisch. Auch Online-Glücksspiel avanciert dann zu einem echten Live-Erlebnis, zum Beispiel bei einer Runde Blackjack in echter Casino-Anmutung. Durch den Einsatz der HoloLens könnte dann das echte Spielcasino faktisch in die eigenen vier Wände transportiert werden und der unterhaltsame Zeitvertreib in jeder beliebigen Umgebung nachgegangen werden – ohne das Haus verlassen zu müssen. Wann dieses Produkt tatsächlich serienreif auf den Markt kommt, ist leider noch nicht klar, aber lange wird es nicht mehr dauern.

Display vor Augen: mit Oculus Rift mitten im Spiel

Das Oculus Rift als großformatiges Head-Mounted Display ist in der Gamerwelt schon seit einigen Jahren immer wieder im Gespräch. Ein Prototyp wurde im Juni 2012 auf der E3 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt, kombiniert mit dem bekannten Ego-Shooter-Game Doom 3. Die Endkunden-Version soll nun endlich Anfang 2016 käuflich zu erwerben sein, in Los Angeles durften Neugierige das Display jetzt inklusive eines Touch Controllers schon ausgiebig testen.

Dieses Gerät hat mit den herkömmlichen VR-Brillen nicht mehr viel gemeinsam, die Techniker und Designer passten es exakt an die Bedürfnisse moderner Gamer an. Extraschnelle Bewegungssensoren sorgen dafür, dass der Spieler sein Ziel nicht durch langsame Technik aus den Augen verliert. Die Abtastfrequenz liegt bei 1000 Hz, damit verringert sich die Verzögerungszeit gegenüber herkömmlichen Displays dieser Art drastisch. Das diagonale Sichtfeld von 110° füllt beinahe das gesamte menschliche Sichtfeld aus, sodass der Spieler sich optisch «mitten im Spiel» befindet und die Bildränder kaum noch wahrnimmt.

Auch Fehlsichtige kommen mit dem Oculus Rift auf ihre Kosten: Mit unterschiedlichen Linsensätzen und zusätzlichen Verstellmöglichkeiten lassen sich Sehschwächen ausgleichen, damit auch Brillenträger die Spielwelten hautnah ohne Unschärfen erleben können. Dass Facebook sich dieses Produkt nicht entgehen lassen wollte und das Unternehmen hinter Oculus Rift im Jahr 2014 aufkaufte, leuchtet bei genauerem Hinsehen ein. Wir werden sehen, was das Social Network mit dieser Technik in Zukunft außerhalb von virtuellen Spielwelten alles anstellen wird.

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