Trump-Kampagne: Datenskandal bei Facebook – Mehr als 50 Mio. Nutzer betroffen

Facebook-CEO Mark Zuckerberg (Bild: Brian Solis)

Durch die britische Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica steht Facebook schwer unter Druck. Die Datenaffäre hat mittlerweile zum Sinkflug der Facebook-Aktie gesorgt.

Die besagte Analyse-Firma hat Facebook-Daten gesammelt, konkret ging es darum, welche Dinge ein Nutzer geliked und geteilt hat. Die Firma erstellte hieraus Nutzerprofile. Mit diesen Nutzerdaten wurde die Trump-Wahlkampfkampagne und in Großbritannien die Pro-Brexit-Bewegung unterstützt.

Tipp: Möchtest du deinen Facebook-Account löschen? Dann schau dir dazu unseren Hilfe-Ressort an.

Massive Beeinflussung durch gezielte Werbung

Der Vorwurf gegen die Cambridge Analytica lautet, dass Aufgrund der Daten, Facebook-Nutzer durch gezielte Werbung beeinflusst wurden. So wurden diese Nutzer gezielt mit Pro-Trump- und Anti-Hillary-Clinton-Artikeln sowie Wahlaufrufen konfrontiert.

Wie ernst nimmt Facebook die Datensicherheit?

Ex-Cambridge-Analytica-Mitgründer Chris Wylie hat im Interview mit dem ZDF gesagt, dass Facebook gemerkt hat, dass Millionen Daten abgeflossen sind und nichts dagegen unternommen.

Es kann aber auch sein, dass Facebook die Daten aktiv verkauft hat. So kamen die Daten von 50 Millionen Facebook-Nutzern in die Hand der Cambridge Analytica, berichtet zumindest das ZDF.

Facebook behauptet, dass die Firma die Nutzerdaten unrechtmäßig erhalten und entgegen Zusicherungen nicht gelöscht hätte. Informationen der New York Times und dem Guardian zufolge, hat Facebook eine Umfrage zu Persönlichkeitsmerkmalen gestartet, die unter anderem als wissenschaftliche Forschung angemeldet wurde. Ohne dem Wissen der Nutzer gingen diese Daten über den britischen Professor Aleksandr Kogan, der die Umfrage durchgeführt hatte, an die Daten-Firma Cambridge Analytica.

Besagter Professor hat Kontakte nach Russland

Facebook erklärt, dass die Nutzer darüber informiert worden waren, dass die Daten der Umfrage an Aleksandr Kogans Firma gehen. Inbegriffen waren die Antworten der Umfrage und die Daten des Nutzers. Durch eine Facebook-Schnittstelle war aber auch der Zugang zu einigen Profil-Grunddaten von Freunden der Nutzer möglich, insofern die Datenschutzeinstellung dies zuließen. Informationen des Guardian zufolge, hat jeder Nutzer, der die Umfrage ausfüllte, den Zugriff auf die Daten im Schnitt von 160 weiteren Nutzern “freigegeben”.

Laut der britischen Observer hat Kogan Kontakte nach Russland. Er soll laut dem Bericht eine Vorlesung in der Universität Sankt Petersburg über das Thema “neue Methoden der Kommunikation als wirksames politisches Instrument” abgehalten haben. Zusätzlich hat er angeblich russische Forschungsgelder genutzt.

Facebook-Sicherheitschef gefeuert

Facebook-Sicherheitschef Alex Stamos hat das Unternehmen verlassen. Laut New York Times ist es intern zu einem Streit über die mutmaßliche russische Desinformationskampagne gekommen. Damit kam er allerdings mit Sheryl Sandberg in den Konflikt, welche zuständig ist für das operative Geschäft. Seine Aufgaben wurden bereits im Dezember an andere Mitarbeiter aufgeteilt. Stamos hat darauf beschlossen, das Unternehmen Facebook zu verlassen. Das Facebook-Managment habe aber einen schlechten Eindruck befürchtet und wollte, dass Stamos bis August im Unternehmen bleibt.

Auf Twitter hat Stamos versucht, die Gerüchte über einen Streit zu zerstreuen und schreib: “Ich bin immer noch total engagiert in meiner Arbeit bei Facebook.” Er sei nun lediglich für eine andere Postion angestellt.

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