Jobkiller Tinte – Warum Tattoos immer noch ein Problem sind

Jobkiller Tinte – Warum Tattoos immer noch ein Problem sind

28. Juli 2018 0 Von Manuel

Die Arbeitswelt ist heute ein breiterer Markt als jemals zuvor. Alleine durch das wachsende Angebot an Fachkräften, Grenzöffnungen und Pendlermöglichkeiten, kommen heute auf jede offene Stelle mehrere tausend Bewerber. Hochkonjunktur haben vor allem Firmen, die Bewerbungen und Bewerber „vorsortieren“. Gerade kleine und mittelständige Unternehmen haben oft nicht die Chance solche Mengen an Bewerbern überhaupt zu bearbeiten. Bei großen Firmen sind oft die eigenen Personalabteilungen durchaus in der Lage diese Mengen zu überblicken.

Das große Problem ist allerdings das sich die wenigsten Personaler überhaupt noch mit den Bewerbungen beschäftigen. Mittlerweile wird schon diskutiert ob es überhaupt noch Sinn macht ein Anschreiben an eine Bewerbung anzuhängen. In der heutigen Zeit zählen nur noch wenige Kriterien, die darüber entscheiden ob ein Bewerber in die engere Auswahl kommt oder nicht. In der Regel sind Tatoos mittlerweile weitestgehend akzeptiert und offiziell keinerlei Problem mehr. Allerdings kommt es immer auf den ersten Eindruck an. Ist die Bewerbung optisch ok, der Lebenslauf in Ordnung ist das dritte Kriterium das Foto, sind hier Tattoos zu sehen ist oftmals die Bewerbung schon weg. 

Warum ist das so?

Tattoos stehen in der breiten Meinung der Gesellschaft immer noch für Probleme. Menschen die sich tätowieren lassen brechen Regeln, die Regeln der Gesellschaft. Damit implizieren die meisten Menschen auch gleich den Gedanken das Tätowierte auch Alle anderen Regeln brechen könnten. Natürlich gibt das in der Gesellschaft Niemand offen zu, aber es ist tatsächlich so. Der Mensch ändert sich nur langsam und eine Entscheidung treffen wir alle in dem wir Muster vergleichen. Unser Gehirn sucht in unserer Umgebung nach Mustern die wir kennen, die in unseren Erinnerungen abgespeichert sind. Menschen mit Tattoos, wenn wir nicht gerade selbst damit groß geworden sind, passen nicht in diese Muster und sorgen sofort für ein Unwohlsein, ein ungutes Gefühl.

Das liegt in den wenigsten Fällen wirklich an den Menschen, denn das Tattoo alleine macht noch keinen schlechten Menschen, sorgt aber oftmals, wenn sichtbar, dafür das man eine Stelle nicht bekommt. Glücklicherweise ist das Problem mittlerweile schon wesentlich kleiner geworden, aber oftmals bekommen wir gar nichts davon mit. Vielleicht sollten viel mehr Menschen mal darüber nachdenken was wirklich im eigenen Kopf passiert. Dieser Mustervergleich ist nämlich nicht nur der Grund warum tätowierte Menschen benachteiligt werden, ob bewusst oder unbewusst, sondern gleichzeitig auch der Grund für viele andere unschöne Verhaltensweisen. Erst wenn uns bewusst wird wie und warum uns manche Gedankengänge kommen können wir sie auch aktiv beeinflussen.

Trotz der Tatsache das Tattoos mittlerweile in den meisten Berufen kein Problem mehr darstellen sind es immer noch die Menschen die das Problem darstellen. Wenn wir uns also Alle dieser Tatsache bewusst machen das wir uns in vielen Fällen nur unwohl fühlen weil wir auf ungewohnte Muster treffen dann ändert sich vielleicht etwas. Teilweise sind in vielen Berufen nämlich auch heute noch tätowierte generell verboten, wie zum Beispiel bei der Polizei und/oder in den meisten Banken.